So habe ich überarbeitet

Heute widme ich mich einmal intensiv dem Thema Überarbeitung. Nun da ich die vorerst letzte Überarbeitung hinter mir habe, wollte ich berichten, wie ich vorgegangen bin.

Nachdem ich das Wort Ende unter den Roman geschrieben habe:

1. Manuskript ruhen lassen. Das ist sehr wichtig, um ein wenig Abstand zum eigenen Text zu bekommen. Nur dann kann man die kleinen Fehler entdecken.

2. Rechtschreibung und Grammatik überprüfen. Währenddessen Notizen machen, falls man etwas am Inhalt ändern möchte.

3. Oben genannte Änderungen in den Text bringen.

4. Nach Schritt 1 bis 3 den Text laut vorlesen, sollten Formulierungsfehler vorhanden sein oder der Rhythmus des Textes nicht stimmen, kann gleich geändert werden. Dabei auf Füllwörter und Wiederholungen achten.

5. Ruhen lassen.

6. Schritt 1 bis 4 wiederholen.

7. Nach Möglichkeit einen Lektor mit einbeziehen. Oder man hat einen Schreibbuddy, jemand der ebenfalls schreibt und ihr könnt euch gegenseitig austauschen, verbessern, lektorieren.

8. Gute Testleser.

9. Änderungsvorschläge, Hinweise und aufgedeckte Fehler der Testleser eventuell berücksichtigen.

10. Noch einmal Schritt 1 bis 4

11. Weitere Testleser.

12. Schritt 9 wiederholen. Theoretisch könnt ihr das beliebig oft wiederholen, so lange, bis ihr euch sicher seid.

13. Und dann tut euch selbst einen Gefallen, nehmt euren Text und packt ihn auf einen Reader oder druckt ihn aus. Glaubt mir, beim Lesen des Manuskripts auf einem anderen Medium als dem PC, werdet ihr noch einiges finden, das verbessert werden muss. Schaut euch dabei die Dialoge besonders an.

14. Vielleicht habt ihr bis dahin die Nerven eures Lektors oder Schreibbuddys noch nicht all zu sehr strapaziert und könnt ihn für die Endkorrektur noch einmal in Anspruch nehmen.

15. Vielleicht noch ein Testleser in der Hinterhand?

Und hier an diesem Punkt stehe ich nun. Fertig. Gutes Gefühl im Bauch. Doch bin ich auch bereit, meinen Roman der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen? Irgendwie schon und irgendwie auch nicht. Ich b in sehr zwiegespalten. Aber ich will. Ich studiere zur Zeit jegliche Literatur, die es über Formatierung, Distributoren, Marketing, Rechte und Pflichten eines Autoren zu finden gibt.

Heute möchte ich euch ein paar Links hinsichtlich des Überarbeitens an die Hand geben. Wie gesagt, die oben erwähnte Vorgehensweise ist kein Muss, es zeigt lediglich die Vorgehensweise, die ich an den Tag gelegt habe.

Wer noch andere Meinungen und Tipps haben will, hier geht es lang:

http://textlektorat.blogspot.de/2013/07/was-geschieht-beim-lektorat.html?spref=fb

Hier wird euch ein Einblick in die Arbeitsweise eines Lektorats gegeben. Sehr interessant.

http://ratgeber.xtme.de/einen-lektor-finden-und-texte-mit-wenig-finanziellem-aufwand-verbessern/

Der Titel des Links ist denke ich aussagekräftig genug.

http://wordpress.mczarnetzki.de/2014/02/27/was-macht-eigentlich-ein-selfpublisher-verwandle-dein-manuskript-in-einen-diamanten/

Aus einem Rohdiamanten einen echten Diamanten machen, welcher Autor wünscht sich das nicht?

http://scriptdoktor.blogspot.se/

Interessante Seite einer Lektorin. Lesenswert

http://stiftbild.net/?p=2069 Stiftbild erklärt hier sehr schön, auf was man beim Überarbeiten achten sollte, um die Betriebsblindheit auszutricksen.

http://www.dieschreibdilettanten.de/testleser-gesucht/

Wer Testleser sucht oder gerne einmal ein Testleser sein möchte, wird hier fündig.

http://marcusjohanus.wordpress.com/2014/01/19/feedback-geben-5-unentbehrliche-tipps/

Wer dann Testleser wird, sollte sich an diese hilfreichen Tipps von Marcus Johanus halten.

http://karinareiss.wordpress.com/2014/04/22/warum-brauche-ich-testleser/

Testleser sind unheimlich wichtig, hiefr könnt ihr noch ein paar gute Argumente fürs Testlesen finden.

http://karinareiss.wordpress.com/2013/10/10/das-expose-erste-hilfe-bei-der-uberarbeitung/

Warum dir ein Exposé beim Überarbeiten helfen kann.

http://www.it-agile.de/stil/bericht.html

Die Seite „stilversprechend“ berechnet den Fleschwert eines Textes, also wie schwer er zu lesen ist. Wichtig? Nicht unbedingt, aber was sie auch kann: Nominalstil markieren, Füllwörter markieren, lange Wörter markieren, lange Sätze markieren, Floskeln markieren, Wortdoppelungen markieren, Satzanfänge mit »Es« hervorheben, Passiv-Sätze hervorheben, Anglizismen markieren.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/ich-schreibe-wie/stiltest-ich-schreibe-wie-11480570.html

Mal wieder etwas zum Schmunzeln. Text einsetzen und herausfinden, welchem literarischen Genie die eigene Schreibweise ähnelt.

Da sind zwar viele alte Links dabei, aber trotzdem sind sie sehr nützlich.

Und dann habe ich noch einen Lesetipp für euch. Ich durfte an einer Leserunde zu Axel Hollmanns erstem Buch teilnehmen. Es heißt Asphalt.

http://www.amazon.de/Asphalt-Ein-Fall-Julia-Wagner-ebook/dp/B00L7XBYAE

Ein wirklich mitreißender Thriller. Ich konnte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.

Axel Hollmann ist einer der beiden SchreibDilettanten. Er und Marcus Johanus haben einen Podcast rund ums Schreiben. Sehr empfehlenswert.

http://www.dieschreibdilettanten.de/

Die liebe Karina Reiß, hat ein Interview mit mir geführt. Wer mehr über mich und meinen ersten Roman erfahren möchte, sollte es unbedingt lesen.

http://karinareiss.wordpress.com/2014/07/11/interview-mit-tanja-neise/

Für heute genug, ich muss mich wieder an die Fachliteratur rund ums Selfpublishing setzen. Ich wünsche euch eine kreative Zeit.

Eure Tanja Neise

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About Schreiboase

Ich blogge über das Schreiben.
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2 Responses to So habe ich überarbeitet

  1. Karina Reiß says:

    Hallo Tanja, deine Methode der Überarbeitung ist sehr gewissenhaft, was man letztendlich auch an der stetig steigenden Qualität deines Romans gemerkt hat 🙂
    Ich finde es besonders wichtig, dass man bei einem Überarbeitungsdurchgang nicht versucht, alles zu erledigen (Rechtschreibung, Grammatik, Stil, Inhalt usw.), sondern sich für jeden Durchgang einen Teilbereich vornimmt. Stimmt der Inhalt, gibt es Logikfehler, habe ich alle Sinne mit einbezogen, ist die Szene wirklich nur aus Sicht des POV-Charakters geschrieben, gibt es Adjektive und Adverben, die ich weglassen oder durch treffendere ersetzen kann und, und, und. Ein wichtiger Punkt für mich persönlich sind auch Dialoge, denen ich einen Überarbeitungsdurchgang widmen werde.
    Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche.
    Karina

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