5. Grüße von der Front

10. August

 

Ein liebes Hallo, von der Überarbeitungsfront.

Ich fühle mich ein wenig, wie damals in der Schule, wenn man einen Text bekam und ihn bearbeiten sollte. Kommata mussten eingefügt werden, Rechtschreibfehler oder fehlerhafte Satzstellungen korrigiert werden.

Und eines kann ich euch sagen: Es macht definitiv nicht soviel Spaß, wie das kreative Schreiben an sich, aber es muss ja gemacht werden.

 

Wie gehe ich vor?

  1. Zuerst habe ich den Text kopiert und ihn in einer anderen Schriftgröße und in einer anderen Schriftart, als Überarbeitungsvorlage gespeichert. Durch das optische verändern des Geschriebenen, fällt es einem leichter die Textblindheit zu überwinden und Fehler besser zu erkennen.

  2. Ich lese einen Absatz und verbessere sofort die Fehler.

  3. Danach lese ich den selben Absatz noch einmal, diesmal laut. Meistens merkt man dabei sofort, wenn der Lesefluss durch eine gewisse Disharmonie im Text gestört wird, also Text verändern.

  4. Noch einmal den Absatz laut lesen. Wenn er mir gefällt, mache ich weiter mit dem nächsten Absatz und so weiter.

  5. Nach jedem Kapitel, speichere ich das einzelne Kapitel ab und rufe die Seitehttp://www.it-agile.de/stil/bericht.html auf. Die Seite „stilversprechend“ berechnet den Fleschwert eines Textes, also wie schwer er zu lesen ist. Wichtig? Nicht unbedingt, aber was sie auch kann:

  • Nominalstil markieren

  • Füllwörter markieren

  • Lange Wörter markieren

  • Lange Sätze markieren

  • Floskeln markieren

  • Wortdoppelungen markieren

  • Satzanfänge mit “Es” hervorheben

  • Passiv-Sätze hervorheben

  • Anglizismen markieren

Alles in allem, eine hilfreiche Seite, wenn man solche Fehler vermeiden möchte.

 

Das ist das, was ich im Moment mit meinem Text jeden Tag mache, bisher habe ich auf diese Weise bereits fünf Kapitel überarbeitet.

Am Schwersten fällt mir die Sache mit den Kommata, oder wie man heute ja auch sagen darf: Kommas. Ich habe noch nach den alten Regeln die Zeichensetzung gelernt und war auch immer gut darin, doch jetzt bin ich unsicher, wie ein Grundschüler. Ich denke, es geht bestimmt einigen so, die nicht mehr gerade frisch von der Schule kommen.

 

In einigen Schreibratgebern steht, man soll den Text um 10% kürzen. Das ist ein Tipp, den ich nicht beherzigen kann, da ich eher ein Schreiberling bin (oder bin ich nun schon Autor oder Schriftsteller?), der sehr kurze und abgehakte Sätze schreibt. Das Ausschmücken kommt bei mir erst jetzt. Ich versuche nun ein wenig anschaulicher zu schreiben, bildhafter und ein wenig mehr Romantik in den Roman zu bekommen.

 

Ob ich nun ein vorläufiges Ende, mit der Möglichkeit eines Fortsetzungsromans oder eine abgeschlossene Geschichte schreibe? Darüber bin ich mir wahrscheinlich erst im Klaren, wenn ich am Ende der Überarbeitungsphase bin. Diese Zeit lasse ich mir auch.

 

So, und nun zurück an die Front. 😉

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About Schreiboase

Ich blogge über das Schreiben.
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